WEF Davos 2026
19.01.2026 & 21.01.2026
Einmal im Jahr herrscht im Schweizer Luftraum der Ausnahmezustand. Nämlich dann, wenn sich in Davos anlässlich des World Economic Forum (WEF) die führenden Staats- und Regierungschefs sowie CEOs, Vorsitzende und Topmanager aus aller Welt treffen. In diesem Jahr nahmen rund 3'000 Teilnehmende aus über 130 Ländern am Kongress teil.
Alleine in Zürich-Kloten wurden über die Dauer des WEF rund 1'000 zusätzliche Starts und Landungen verzeichnet. Der Flughafen Zürich-Kloten dient dabei jedes Jahr als wichtiges internationales Drehkreuz für die An- und Abreise der Kongress-Teilnehmer. Auch weitere Flugplätze wie St. Gallen Altenrhein, Samedan oder Friedrichshafen nahmen Business-Jets auf. Der Luftraum um Davos war erneut innerhalb eines Radius von 25 NM eingeschränkt und die Schweizer Luftwaffe war wieder für den entsprechenden Schutz aus der Luft sowie für Lufttransport-Aufgaben verantwortlich. Auch in diesem Jahr unterstützten Angehörige der Armee die zivilen Behörden, wobei für den Assistenzdienst maximal 5’000 Armeeangehörige vorgesehen waren. Als Gastgeberstaat des WEF ist die Schweiz völkerrechtlich verpflichtet, die Sicherheit schützenswerter Personen zu gewährleisten.
Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr unübersehbar die US Amerikanische Delegation um Donald Trump. Kurz nach dem Start von der Joint Base Andrews musste die VC-25A 92-9000 zwar aufgrund eines technischen Defekts umkehren. Daraufhin sprang kurzfristig die C-32A 09-0015 (VIP-Version der Boeing 757) als Air Force One ein und die Reise in die Schweiz ging weiter. Die C-32A dient normalerweise dem Vizepräsidenten als Air Force Two. Mit etwas Verspätung setzte sich die Delegation anschliessend nach der Landung in Zürich-Kloten in einem Hubschrauber-Konvoi nach Davos fort, bestehend aus zwei UH-60L Black Hawks, zwei VH-60N White Hawks und drei AS-532 Cougars. Dabei fungierte einer der beiden VH-60N als Marine One und transportierte den US Präsidenten. Auffallend an den drei Schweizer Cougars war, dass an ihren Triebwerken IR-Suppressoren montiert waren. Diese reduzieren durch Abkühlung der Triebwerke die Infrarotsignatur und erschweren dadurch die Erfassung durch infrarotgelenkte Waffen. Zudem hatten alle drei Maschinen ihre Immatrikulationen verdeckt. Damit soll offenbar verhindert werden, dass nachvollzogen werden kann, wer sich in welchem Helikopter befindet.
Am Abreisetag hatte schliesslich auch einer der beiden VIP White Hawks ein technisches Problem, sodass der US-Tross auf der Strasse nach Zürich-Kloten fahren musste. Das war dann wohl zu viel des Guten für den grössten Präsidenten aller Zeiten. Nun soll nach Angaben der United States Air Force (USAF) die von der Regierung Katars gespendete und umstrittene Boeing 747 bereits im Spätsommer 2026 als neue Air Force One in Dienst gestellt werden. Das Flugzeug wird offiziell die Bezeichnung «VC-25 Bridge Aircraft» tragen und ist als Übergangslösung gedacht, bis die beiden neuen, von Boeing umgebauten 747-8 (offizielle Bezeichnung VC-25B) ausgeliefert werden. Mit deren Lieferung wird allerdings nicht vor 2028 gerechnet. Auch der VH-60N soll demnächst durch den modernen VH-92A Patriot ersetzt werden.












































