swiss-wings.ch

Airshow & Aviatik Storys

WK Flugplatzkommando 14 Sion 2014

25.01.2014


In der Regel finden die CAP Einsätze für das WEF in Davos alternierend alle drei Jahre in Meiringen, Payerne oder Sion statt. Zur Freude vieler Fotografen fand allerdings nach 2012 der nächste WK vom Flugplatzkommando 14 bereits 2014 wieder zu Gunsten der Luftraumüberwachung von Davos statt.

Und zum ersten Mal war auch die im Sommer 2013 bemalte J-3038 im Flugbetrieb. Denn der Tiger J-3038 bekam zum 75. Geburtstag der Fliegerstaffel 19 ein sehr schönes Seitenleitwerk, das den Schwan vom Staffelwappen zeigt. Die 1938 gegründete Fliegerstaffel 19 ist eine geschichtsträchtige Staffel und gehört heute dem Flugplatzkommando 14 an. Schön, dass man auch bei einem Tiger eine Sonderbemalung bewilligt hat.

Die Sonderbemalung zum 75. Geburtstag der Fliegerstaffel 19Die Sonderbemalung zum 75. Geburtstag der Fliegerstaffel 19


Insgesamt standen rund 3'000 Armeeangehörige im subsidiären Sicherungseinsatz für das World Economic Forums (WEF). So war die Luftwaffe erneut für den Luftpolizeidienst, die Überwachungsflüge und den Lufttransport zu Gunsten des Kantons Graubünden zuständig. An den F-5 Tiger sind gut die weissen AIM-9P Sidewinder erkennbar. Die SIWA, wie sie in der Schweizer Luftwaffe auch genannt wird, ist eine Wärme suchende, selbstgesteuerte Luft-Luft-Rakete für den Luftkampf auf kurzer Distanz. Die F/A-18 Hornets tragen mittlerweile die modernere AIM-9X. Dabei handelt es sich um die aktuellste Version der Sidewinder-Familie. Ihr Infrarot-Suchkopf kann die Zielverfolgung selbst aus ungünstigen Schusspositionen aufnehmen. Die Sidewinder gehört seit mehr als 50 Jahren zu den Standardwaffen westlicher Luftwaffen. Ausserdem kann die Hornet mit der radargelenkten AIM-120B AMRAAM bestückt werden. Mit dem Rüstungsprogramm 2011 beantragte das Parlament den Kauf der neuen AIM-120C-7 AMRAAM. 

Allerdings ist die Zukunft des Militärflugplatzes Sion ungewiss. Letzten November hat der Bundesrat ein neues Stationierungskonzept vorgestellt und die Schweizer Armee möchte rund ein Drittel ihres Immobilienportfolios abgeben oder verkaufen. Mit dem neuen Konzept möchte der Bundesrat auf den Militärflugplatz verzichten und diesen aufgeben. Dies resultiert aus der Vorgabe des Ausgabenplafond von 5.0 Milliarden Franken pro Jahr. Um diesen Wert einhalten zu können, muss massiv gespart werden. In welcher Organisation das Flugplatzkommando 14 künftig daherkommen wird, ist wohl noch nicht geklärt.


 

  • IMG_2313
  • IMG_2323
  • IMG_2329
  • IMG_2339
  • IMG_2345
  • IMG_2357
  • IMG_2365
  • IMG_2367
  • IMG_2380
  • IMG_2394