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Airshow & Aviatik Storys

Patrouille Suisse Trainingskurs 2022

25.03.2022 & 04.07.2022


2022 überraschte die Patrouille Suisse während ihres Trainingskurses mit einem komplett neuen Programm. So hat es zwei, drei Formationen im Flugprogramm, die viele Jahre nicht mehr geflogen worden sind. Doch die Zukunft der Patrouille Suisse ist gegenwärtig ungewisser denn je.

Eine der markantesten Änderungen ist sicher der Tunnel. Dieser wird nicht mehr am Schluss gezeigt, sondern relativ früh im Programm. Auch das Finale Grande kommt neu als "Bomb Burst" daher. Das Team bleibt auch für 2022 unverändert und alle Piloten fliegen auf den bisherigen Positionen. Wie schon im letzten Jahr, hat die Patrouille Suisse auch 2022 wieder ein Training über dem Flugplatz Langenthal-Bleienbach durchgeführt. In diesem Jahr fliegt die Formation an insgesamt zehn Vorführungen in der Schweiz. Drei weitere Displays präsentiert die Patrouille Suisse an ausländischen Airshows. Am 3. Juli jährte sich zudem zum 30. Mal der Umzug der Patrouille Suisse von Dübendorf auf den Militärflugplatz Emmen, der seither ihre offizielle Homebase ist.


Doch die Luft unter den Flügeln der Tiger wird langsam dünn. Denn mit der Armeebotschaft 2022 beantragt der Bundesrat den eidgenössischen Räten die Ausserdienststellung des F-5 Tigers und somit die Stilllegung der F-5 Flotte. Bereits 2013 plante der damalige Bundesrat, die Patrouille Suisse aufzulösen. Als Begründung wurden damals finanzielle Gründe angeführt. Doch nach dem Nein zum Gripen-Kampfjet an der Urne blieben die Tiger länger im Einsatz als ursprünglich vorgesehen, und mit ihnen auch die PS. Aber mittlerweile gilt der F-5 Tiger als veraltet. Seit mehreren Jahren ist weder die militärische Eignung für den Schutz des Luftraums noch für den Luftpolizeidienst bei Nacht und schlechtem Wetter gegeben. In einem modernen Luftkampf ist der Tiger nicht mehr einsatzfähig. Auch in der Pilotenausbildung wird der F-5 nicht mehr eingesetzt. Der Betrieb des F-5 Tiger verursacht Kosten von rund 44 Millionen Franken jährlich. Durch die Ausmusterung der Flotte könnten diese Kosten eingespart und die Ressourcen auf eine modernere Luftverteidigung (F-35 und Patriot) konzentriert werden.

Sollte das Parlament diesen Sommer auf den Antrag des Bundesrates eingehen, so würde der Tiger 2025 ausgemustert werden. Was auch das Ende der Patrouille Suisse in der heutigen Form bedeutet. Immerhin bestätigt der Bundesrat, dass aktuell für die PS auch Alternativen zum Tiger angeschaut werden. Bereits mit der Armeebotschaft 2018 wurde die Tiger-Flotte von 53 auf 26 Stück reduziert.