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Airshow & Aviatik Storys

Alarmstart Mirage IIIRS

27.06.2026


Man hätte den Tag an diesem rekordheissen Junitag auch in den Bergen verbringen können. Oder an einem kühlen See. Doch ein paar hartgesottene Fotografen trafen sich stattdessen auf dem Flugplatz in Buochs. Der Mirage-Verein demonstrierte nämlich einen Alarmstart seiner Mirage IIIRS.

Ein Alarmstart der Stufe A-4 dauerte früher keine zwei MinutenEin Alarmstart der Stufe A-4 dauerte früher keine zwei Minuten


Genauer gesagt wurde ein Alarmstart der Stufe A-4 demonstriert. Dabei sitzt der Pilot bereits angeschnallt in der einsatzbereiten Maschine im Shelter, während die Mirage über den Schlepper mit Strom versorgt wird. Im Alarmfall zieht der Schlepper das Flugzeug zur Startbahn. Währenddessen startet der Pilot das Triebwerk und führt die letzten Systemchecks durch. Sobald diese abgeschlossen sind und der Pilot das Freigabezeichen gibt, wird die externe Stromversorgung getrennt, die Deichsel abgekoppelt und die Mirage rollt aus eigener Kraft zur Piste, um unmittelbar zu starten. Die Alarmstarts der Stufe A-4 mussten früher vom Einsatzbefehl bis zum Abheben innerhalb von zwei Minuten erfolgen. Auch das Überqueren der Kantonsstrasse gehörte nach wie vor zur Demonstration. Im operationellen Flugbetrieb war es bis 2003 nichts Aussergewöhnliches, dass Militärflugzeuge auf dem Weg von oder zu den Stollen die Stanserstrasse querten. Gerade die Firma Pilatus macht es bis heute immer noch.

Als wären die 38 Grad im Schatten nicht schon heiss genug gewesen, erzeugte das Atar 9C Triebwerk zusätzlich rund 700 Grad heisse Luft. Doch der Sound und das Pfeifen des Triebwerks zwischen Bürgenstock und Stanserhorn machten die Hitze erträglich. Es hallte wie zu den besten Zeiten, als die Mirages noch zum alltäglichen Bild von Buochs gehörten. Der Mythos Mirage existiert nach wie vor. Nicht zuletzt dank des Mirage-Vereins Buochs.