News-Blog
11.11.2025
Neuer Erfolg für PC-7 MKX: Belgien will den Pilatus-Trainer
10. November 2025: Nach den Niederlanden und Frankreich hat Pilatus mit Belgien einen weiteren Kunden für seinen PC-7 MKX Trainer gefunden. Belgien will für die Grundausbildung seiner künftigen Militärpiloten 18 PC-7 MKX beschaffen. In turbulenten Zeiten mit den Zollfragen im wichtigen US-Markt ist dieser weitere Erfolg auf dem Militärtrainermarkt sicher besonders willkommen bei Pilatus.
In zwei Jahren plant die belgische Luftwaffe die SIAI Marchetti SF260 Schulflugzeuge ausser Dienst zu stellen – die erste SF-260 wurde bereits 1969 eingeführt. Ab 2028 sollen dann die neuen PC-7 MKX Trainingsflugzeuge übernehmen und voraussichtlich ebenfalls auf der Beauvechain Air Force Base stationiert werden. Wie gewohnt gibt es von Pilatus vor der offiziellen Vertragsunterzeichnung keine Bestätigung, doch der belgische Verteidigungsminister Theo Francken bestätigte vor belgischen Medien die Wahl des PC-7 MKX, der «hervorragende Trainingsleistungen» biete. Belgien will 18 PC-7 MKX und zugehörige Simulatoren für die Pilotenschule nutzen. Damit werden in Belgien auch die künftigen F-35-Piloten ihre Grundschulung auf dem PC-7 MKX erhalten.
Im Januar 2025 hatte Frankreich bekannt gegeben 22 PC-7 MKX und zwölf Simulatoren via Babcock International France für die Militärpilotenausbildung beschaffen zu wollen. Bereits im Oktober 2024 hatte sich die Niederlande für acht PC-7 MKX und zwei Simulatoren als Ersatz für die heutige Flotte von PC-7M in der niederländischen Luftwaffe entschieden. Die Einführung der ersten PC-7 MKX in den Niederlanden ist 2027 geplant.
Pilatus hatte den PC-7 MKX 2021 erstmals öffentlich vorgestellt. Auf der Basis des PC-7 MK.II entwickelt, ist beim PC- MKX vor allem ein intelligentes Avionik-Paket im Cockpit neu. Für die bodenbasierte Ausbildung (GBTS – Ground Based Training System) steht ein umfassendes Angebot an Schulungsprodukten zur Verfügung. Von «Virtual Reality Tools», bis hin zum Flugsimulator sind alle Ausbildungsgeräte von neuster Technologie und so konzipiert, dass diese ein integriertes, progressives Lernen ermöglichen.
Quelle: SkyNews.ch
Admin - 08:54 @
04.11.2025
Erstes Kampfflugzeug der Armee erreicht 5′000 Flugstunden
Bern, 04.11.2025 — Erstmals hat ein Kampfflugzeug der Schweizer Luftwaffe die Marke von 5’000 Flugstunden erreicht. Dieser Meilenstein unterstreicht die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der F/A-18-Flotte, zeigt jedoch zugleich, dass sich die Flugzeuge dem Ende ihrer technischen Lebensdauer nähern. Der geplante Ersatz durch den F-35A ist daher ein wichtiger Schritt, um die Einsatz- und Verteidigungsfähigkeit der Schweiz auch in Zukunft sicherzustellen.
Die F/A-18C/D Hornet der Schweizer Luftwaffe wurden zwischen 1996 und 1999 in Betrieb genommen. Ursprünglich war ihre Struktur auf 4’000 Flugstunden ausgelegt; dank speziell verstärkter Bauteile für die Schweiz konnte das Limit auf 5’000 Flugstunden erhöht werden. Durch mehrere System- und Strukturmodernisierungen wurde das Potenzial später auf 6’000 Flugstunden für 450 Millionen Schweizer Franken erweitert. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Flugprofil, Wartungsintervallen und Beanspruchung ab – mit zunehmender Nutzung steigen jedoch sowohl der Instandhaltungsaufwand als auch die technischen Herausforderungen. Zum Vergleich: Die seit 1978 eingesetzten F-5E/F Tiger, die spätestens Ende 2027 ausser Dienst gestellt werden, verfügen aktuell über 2’800 bis 3’900 Flugstunden.
F/A-18-Flotte erreicht Lebensdauer und wird durch F-35A abgelöst
Der erreichte Meilenstein belegt die hohe Qualität der Instandhaltung durch die Fachkräfte der Luftwaffe und die Industriepartnerin RUAG, welche die technische Verfügbarkeit der Flotte sicherstellt. Die F/A-18 hat sich über fast drei Jahrzehnte im Schutz des Schweizer Luftraums und in internationalen Übungen bewährt. Nach rund 30 Jahren intensiven Einsatzes und einer technologischen Grenze in der Weiterentwicklung erreicht die Flotte nun das Ende ihrer wirtschaftlich und technisch vertretbaren Lebensdauer.
Während der Einführung des F-35A wird die F/A-18C/D weiterhin eine bedeutende Leistung erbringen müssen. Anschliessend wird ihr Nutzungsende eng mit dem Abschluss der Einführungsphase des F-35A abgestimmt. Dieses Kampfflugzeug der fünften Generation bietet höhere Einsatzfähigkeit, modernste Sensorik und Vernetzung, ist kosteneffizienter im Unterhalt und erfüllt die aktuellen sicherheitspolitischen Anforderungen. Damit bleiben die Luftraumüberwachung und Verteidigungsfähigkeit der Schweiz langfristig und ohne Unterbruch gewährleistet.
Quelle: Kommunikation Verteidigung
Admin - 21:27 @
31.10.2025
B-25 Mitchell für die Schweiz
B-25 „Grumpy“ hat einen neuen Look
Die North American B-25 Mitchell N25644 (c/n 100-20644), vielen Luftfahrtfans als “Grumpy” ein Begriff, kehrt nach Europa zurück. Neuer Eigentümer ist der Schweizer Hugo Mathys, bestens bekannt durch seine “Classic Formation” mit einer DC-3 und drei Beech 18. Mit der Rückkehr der in den letzten Monaten komplett überholten und neu lackierten B-25 erweitert Mathys seine imposante Warbird-Flotte um ein weiteres bedeutendes Stück Luftfahrthistorie.
Die North Amercian B-25 Mitchell wurde ursprünglich als USAAF 43-3318 gebaut, jedoch direkt an die Royal Canadian Air Force geliefert und dort als KL161 eingesetzt. Von 1945 bis 1962 stand sie im Dienst der Kanadier. Nach Ausmusterung erfolgte die zivile Zulassung als CF-OGQ. 1966 gelangte die Mitchell in die USA, erhielt das Kennzeichen N88972 und wurde zum Löschflugzeug umgebaut. Zwei Betreiber in Fairbanks (Alaska) nutzten sie im Brandbekämpfungseinsatz, bevor die B-25 mehrere Jahre abgestellt blieb.
Quelle: FlugRevue
Admin - 13:11 @
30.10.2025
Mehr Starts ab Autobahnen und alten Militärflugplätzen geplant
Im Kalten Krieg war es schon fast Normalität: Autobahnabschnitte wurden während Stunden und Tagen für Kampfjets gesperrt. Landen und starten auf Autobahnabschnitten, das will die Luftwaffe in den nächsten Jahren wieder regelmässiger praktizieren. Der Bundesrat hat gestern dazu neue Führungsstrukturen bei der Luftwaffe genehmigt.
Der neue Luftwaffenchef Christan Oppliger, seit Anfang des Monats im Amt, erklärt die Änderungen mit Erkenntnissen aus dem Ukraine-Krieg. «Die Luftwaffe hat wenige Standorte, die sind bekannt. Und wir müssen die Mittel verteilen. So können wir einen Erstschlag überleben und behalten unsere Handelsfreiheit. Wir sehen im internationalen Kontext, dass das auch verschiedene andere Länder machen», erklärt Oppliger.
Quelle: SRF news
Admin - 20:50 @
09.10.2025
Teilendmontage von F-35A-Kampfflugzeugen in der Schweiz
Bern, 09.10.2025 — Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS unterstützt das Offset-Projekt RIGI der RUAG MRO Holding AG. Die Teilendmontage und das Testen von vier F-35A-Kampfflugzeugen in der Schweiz haben eine grosse sicherheitspolitische Bedeutung. Die Schweiz kann dadurch Know-how mit dem Kampfjet der neusten Generation aufbauen und ihre Unabhängigkeit in der Instandhaltung stärken. Die RUAG MRO wird die Umsetzung des Projekts in ihre Strategie für den Geschäftsbereich «Air» einbetten. Dabei wird geprüft, wie der Bereich zu einem europäischen Zentrum für Militärluftfahrt weiterentwickelt und gestärkt werden kann.
Am 5. Juni 2024 hat das Bundesamt für Rüstung armasuisse das Offsetprojekt RIGI vorgenehmigt. In der Folge hat der US-Hersteller Lockheed Martin (LM) mit der RUAG MRO Holding AG (RUAG MRO) den Transfer von Werkzeugen, Know-how und Ausbildung verhandelt. Damit wird die Teilendmontage und das Testen von vier F-35A-Kampfflugzeugen bei der RUAG MRO ermöglicht.
Eingehende Prüfung des Projektes
Das VBS hat von der RUAG MRO anfangs 2025 einen detaillierten Business-Case zum Projekt RIGI verlangt. Vor der Genehmigung des Offsetprojekts war darzulegen, wie das Projekt mit einem vertretbaren Kosten-Nutzen-Verhältnis umgesetzt werden kann. Dabei haben das VBS und die RUAG MRO neben den betriebswirtschaftlichen Aspekten zudem die technische Machbarkeit und die sicherheitspolitischen Aspekte geprüft.
Dabei wurden die Überlegungen auch einer Auswahl von Experten vorgelegt, namentlich Fritz Zurbrügg (ehemaliger Vizepräsident der Nationalbank), Martin Dumermuth (ehemaliger Direktor Bundesamt für Justiz BJ und Bundesamt für Kommunikation BAKOM), Jean-Marc Lenz (Verwaltungsratsmitglied RUAG MRO, ehemaliger CEO SR Technics) und Urs Loher (Rüstungschef)
Quelle: armasuisse Bundesamt für Rüstung
Admin - 15:24 @
06.10.2025
Die Aéronautique Navale wählt den Pilatus PC-24
Wie scramble.nl mitteilt, wird die Aéronautique Navale (Französische Marine) ihre sechs alten Dassault Falcon 10MERs durch drei neue Pilatus PC-24 ersetzen.
Der PC-24 hat sich gegen die Phenom 300 von Embraer durchgesetzt. Zwei Maschinen werden 2026 ausgeliefert, eine Maschine 2027. Die Aéronautique Navale nutzt den Falcon 10MER als Trainings-Flugzeug oder zur Ausbildung von Kampfpiloten im Umgang mit Instrumenten und französischen Militärverfahren.
Quelle: sramble.nl
Admin - 08:55 @
05.10.2025
Fliegerstaffel 11 gewinnt Silver Tiger Trophy
Vom 22. September bis 3. Oktober 2025 nahm die Fliegerstaffel 11 an der multinationalen Übung NATO Tiger Meet in Beja (Portugal) teil. Die Staffel aus Meiringen hat dabei die begehrte Silver Tiger Trophy für die beste Gesamtleistung erhalten.
Diese jährlich stattfindende Grossübung zählt zu den bedeutendsten Luftoperationsübungen Europas. Ziel ist es, militärische Fähigkeiten im internationalen Verbund weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Luftstreitkräften zu festigen und somit die Verteidigungsfähigkeit weiter zu stärken. So durfte die Staffel aus Meiringen am diesjährigen Meet bereits zum vierten Mal die Silver Tiger Trophy entgegennehmen. Der Silver Tiger wird an die Staffel verliehen, die während des NATO Tiger Meets die beste Gesamtleistung zeigt.
Admin - 17:44 @
30.09.2025
Schweizer Armee nimmt an multinationaler Luftwaffenübung in Portugal teil
Bern, 22.09.2025 — Vom 22. September bis 3. Oktober 2025 nimmt die Schweizer Armee wiederum an der multinationalen Übung NATO Tiger Meet in Beja (Portugal) teil. Diese jährlich stattfindende Grossübung zählt zu den bedeutendsten Luftoperationsübungen Europas. Ziel ist es, militärische Fähigkeiten im internationalen Verbund weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Luftstreitkräften zu festigen und somit die Verteidigungsfähigkeit weiter zu stärken.
Die Schweizer Luftwaffe ist mit fünf F/A-18-Kampfflugzeugen vor Ort in Beja (Portugal) vertreten. Die Piloten trainieren in realitätsnahen Szenarien die Zusammenarbeit im internationalen Umfeld, insbesondere im Rahmen sogenannter Composite Air Operations (COMAO). Dabei liegt der Fokus auf der taktischen Koordination und dem effektiven Einsatz unterschiedlicher Luftkriegsmittel. Zur Übung gehören die detaillierte Planung und Umsetzung gemeinsamer Luftoperationen. In schrittweise aufgebauten, fiktiven Szenarien wird dabei die Einsatzfähigkeit unter komplexen Bedingungen überprüft und gestärkt.
An der diesjährigen Ausgabe des NATO Tiger Meet beteiligen sich 13 Nationen mit über 50 Kampfflugzeugen und insgesamt rund 1′500 Einsatzkräften. Neben dem technischen Austausch steht insbesondere das Ziel im Vordergrund, die länderübergreifende Verteidigungsfähigkeit zu verbessern und die Interoperabilität unter NATO- und Partnerstaaten weiterzuentwickeln.
Langjährige Teilnahme durch die Schweiz
Die Schweiz nimmt dank ihrer Mitgliedschaft im NATO-Programm Partnerschaft für den Frieden (PfP) seit vielen Jahren an dieser Übung teil. Die Fliegerstaffel 11 der Schweizer Luftwaffe gehört bereits seit 1981 der NATO Tiger Association an und ist seit 2004 aktiv als fliegende Einheit vertreten. Neben der Schweiz nehmen Portugal, Österreich, Tschechien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlanden, Polen, Türkei, Grossbritannien am diesjährigen Treffen teil.
Quelle: Kommunikation Verteidigung
Admin - 08:31 @
17.09.2025
Patrouille Suisse wird aufgelöst
Heute Mittwoch hat der Ständerat die Ausmusterung des F-5 Tiger beschlossen. Bereits der Nationalrat hat mit 125 zu 66 Stimmen im Juni die Armeebotschaft 2025 angenommen. Somit wird der F-5 Tiger spätestens Ende 2027 ausgemustert! Dies bedeutet auch das Ende der Patrouille Suisse.
Allerdings war die Abstimmung äusserst knapp. Der Beschluss wurde mit 22 zu 20 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Der Flugbetrieb der Flotte soll spätestens Ende 2027 eingestellt werden. Es wäre zu teuer und mit den verfügbaren personellen Ressourcen nicht machbar, drei Flotten (F-5, F/A-18 und F-35A) parallel zu betreiben. Mit der vollständigen Ausserdienststellung der F-5 Tiger verliert die Patrouille Suisse ihre heutigen Flugzeuge. Das VBS prüft, ob die Kunstflugstaffel anschliessend mit einem anderen Flugzeugtyp, der kostengünstiger und emissionsärmer ist, weitergeführt werden kann.
Admin - 11:48 @
04.09.2025
Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15): Verzicht auf Funktionalitäten
Bern, 04.09.2025 — Das Projekt Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15) kämpft seit vielen Jahren mit Verzögerungen und technischen Problemen. Die Lieferantinnen Elbit und RUAG haben vertragliche Meilensteine wiederholt nicht eingehalten. Bundesrat Martin Pfister, Chef VBS, hat nach seinem Amtsantritt eine vertiefte Analyse des Projekts angeordnet. Aufgrund der Resultate hat das VBS entschieden, das Beschaffungsprojekt ohne das automatische Ausweichsystem, ohne das System für GPS-unabhängige Starts und Landungen sowie ohne das System für die Enteisung fortzuführen. Trotz den Einschränkungen beim Einsatz bleiben zentrale Fähigkeiten wie die Aufklärung mit langer Verweildauer in der Luft sichergestellt.
Mit der Armeebotschaft 2015 vom Parlament beschlossen, waren die sechs Drohnen der Herstellerin Elbit als Ersatz für das bis Ende 2019 eingesetzte System Aufklärungsdrohnensystem 95 vorgesehen. Heute ist die Beschaffung des Aufklärungsdrohnensystems 15 (ADS 15) stark verzögert und technisch nach wie vor herausfordernd. Die Finanzmittel sind nahezu ausgeschöpft. Zentrale Funktionen sind weiterhin nicht einsatzbereit. Die Projektpartner Elbit und RUAG konnten vertragliche Meilensteine wiederholt nicht einhalten. Verfügbarkeit und Leistung des Systems sind weit hinter den Anforderungen zurückgeblieben.
Quelle: Kommunikation armasuisse
Admin - 11:31 @




















